Mainzer Umwelttage "Klimawandel und Wassernutzung"

Im Rahmen der Mainzer Umwelttage hatte das Landesamt am 5. Mai 2021 zu der Online-Tagung "Klimawandel und Wassernutzung" geladen. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung. Es wurde eine informative und kurzweilige Veranstaltung, die viele Facetten der Wassernutzung in Rheinland-Pfalz beleuchtete. Neben der Begrüßung und Einführung durch Frau Präsidentin Riewenherm gab es drei Fachvorträge aus der Klimawandelforschung sowie Wasserwirtschaftsverwaltung (MUEEF, LfU). Daran schloss sich eine Diskussionsrunde an mit fünf Referenten aus den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Kommunen, Wasserversorger und Umwelt, die verschiedene Lösungsansätze diskutierten. Auch wurden die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden beantwortet. 

Die Moderation der Veranstaltung übernahm Frau Präsidentin Riewenherm. In ihrer Einführung betonte sie die Bedeutung von Wasser als Grundlage allen Lebens. Doch der Klimawandel setze unserem Lebensmittel Nr. 1 massiv zu:

"Der Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur hat massive Auswirkungen auf unseren Wasserhaushalt. Bereits seit Jahren verzeichnet das Landesamt für Umwelt einen deutlichen Rückgang der Grundwasserneubildung und des oberirdischen Abflusses. Das zeigen sinkende Grundwasserspiegel und mehr trockene Flüsse und Bäche in den Hitzesommern in Rheinland-Pfalz. Diesen negativen Verlauf beobachten wir an unseren Grundwasser-Messstellen nun schon seit gut 18 Jahren. Hier hat der Klimawandel einen maßgeblichen Einfluss, da das hydrologische Halbjahr sich weiter verkürzt. Die Vegetationsphase setzt früher ein bzw. hört später auf, wodurch weniger Niederschlag seinen Weg bis in die Grundwasserspeicher findet. Das Wasserdargebot wird für alle Bereiche künftig weniger werden.

Die langfristige Sicherstellung des Wasserbedarfs unter den sich wandelnden Klimabedingungen ist nicht nur für die Wasserwirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft eine große Herausforderung. Für die Bereitstellung von Wasser sind dabei Überlegungen und Maßnahmen erforderlich, die eine Übernutzung und damit eine langfristige Schädigung des Wasserdargebots verhindern. Den vielen Fragen und Aufgaben kann am besten durch eine konstruktive Zusammenarbeit der Beteiligten in Kooperation mit der Wissenschaft und Wasserwirtschaftsverwaltung begegnet werden. Dazu soll auch unsere Veranstaltung beitragen", so Sabine Riewenherm, Präsidentin des Landesamtes für Umwelt. 

Im ersten Teil der Veranstaltung zeigten die Referenten die aktuellen Entwicklungen auf . Diese Vorträge können Sie hier als Mitschnitte abrufen. Aus der Diskussionsrunde im zweiten Teil haben wir Ihnen die Präsentationen zur Verfügung gestellt. Diesen Mitschnitt können wir aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichen, da hier auch Fragen der Teilnehmenden behandelt wurden.