Trockenheit/Niedrigwasser

Hitze und Trockenheit haben dazu geführt, dass Flüsse und Bäche in Rheinland-Pfalz derzeit wenig Wasser führen. In allen Regionen des Landes sind die mittleren Niedrigwasserstände (monatliche Vergleichswerte langjähriger Beobachtungsreihen) unterschritten. Ein Vergleich mit den niedrigsten Wasserständen im Jahr 2018 macht deutlich, dass sich ähnliche Verhältnisse wie im Jahr 2018 einstellen werden oder regional bereits eingestellt haben.

Wenn das Abflussvolumen zurückgeht und weite Uferbereiche und -flächen trockenfallen, wird der Lebensraum von Fischen und Wirbellosen weiter eingeschränkt. Die Durchgängigkeit nimmt ab und insbesondere verringert sich bei steigenden Wassertemperaturen das Sauerstoffgehalt, durch Aufkonzentrierung von Schad- und Nährstoffen verschlechtert sich die Wasserqualität.

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Wassertemperaturen

Die sommerliche Hitze führt dazu, dass die Temperaturen in unseren Gewässern steigen. Hohe Gewässertemperaturen gefährden durch den damit verbundenen Sauerstoffmangel die Lebewesen, die in Flüssen und Seen heimisch sind. Das kann zu einer Schädigung der aquatischen Lebenswelt bis hin zu Fischsterben führen. Mit einem 4-stufigen Handlungskonzept reagiert das Land bei der Überschreitung von festgelegten Temperaturschwellen.

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Blaualgen

In den Sommermonaten kommt es in Seen und staugeregelten Fließgewässern wie der Mosel seit einigen Jahren zur so genannten Blaualgenblüte. Blaualgen sind Cyanobakterien, deren Kolonien sich als grüne Schlieren oder schwimmende, grüne Teppiche zeigen. 

Weil Blaualgen Giftstoffe abgeben können, die beim Kontakt mit den Schleimhäuten zu Reizungen, Bindehautentzündungen der Augen oder Quaddeln auf der Haut führen können, sollten grün gefärbte Bereiche gemieden werden. Beim Verschlucken kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Auch Haustiere sind fernzuhalten.

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Badeseen

Vor und während der Badesaison werden die 65 in Rheinland-Pfalz ausgewiesenen EU-Badegewässer von den Gesundheitsämtern der Kreisverwaltungen und dem Landesamt für Umwelt (LfU) untersucht. Die Überwachung der Gewässer erfolgt durch Besichtigungen, Probenahmen und Analysen der Proben. Während die Gesundheitsämter die Keimbelastung messen, kontrolliert das LfU die chemische, physikalische und biologische Beschaffenheit.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Blaualgenblüten. Ab einem Schwellenwert von 15 Mikrogramm Blaualgen-Chlorophyll a pro Liter Wasser werden Warnhinweise im Internet veröffentlich und an den Badegewässern selbst aufgehängt. Ab 75 Mikrogramm pro Liter gilt ein Badeverbot.

Informationen zu den einzelnen rheinland-pfälzischen Badeseen finden Sie im Badegewässeratlas unter www.badeseen.rlp.de