Sonstige Projekte

Schutz, Bestimmung und Erfassung der Flusskrebse in Rheinland-Pfalz

Flusskrebse haben bereits vor mehr als 250 Millionen Jahren die Erde besiedelt. Somit gehören sie zu den ältesten Tierarten. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts lebten Flusskrebse in unseren Flüssen, Bächen und Seen in heute unvorstellbar großen Mengen.

Wegen ihres Wohlgeschmacks und dem geringen Fangaufwand waren Krebse sehr begehrte Handelsobjekte. Viele Gewässer- und Ortsnamen zeugen noch heute von den ehemals weit verbreiteten und kulinarisch geschätzten Tieren. Ihr ehemals riesiges Vorkommen ist in den letzten 130 Jahren - zumindest was die heimischen Arten anbelangt – in Mitteleuropa fast erloschen.

Mit der Einschleppung amerikanischer Krebse gelangte zusätzlich eine für die ortsansässigen Krebse tödlich verlaufende Infektionskrankheit nach Europa. Amerikanische Krebse haben einen Schutzmechanismus gegen eindringliche Pilzsporen entwickelt; sie können daher den Erreger der Krankheit in sich tragen, aber selbst nicht erkranken.

Die 20-seitige Broschüre "Flusskrebse in Rheinland-Pfalz" informiert über

  • die Möglichkeiten zum Schutz einheimischer Krebse
  • das Fangverbot von Edel- und Steinkrebsen
  • zu beachtende Rechtsvorschriften, beispielsweise das Bundesnaturschutzgesetz,
  • die wesentlichen Merkmale zur Bestimmung der Krebse.

Ein in der Broschüre enthaltener Bestimmungsschlüssel ermöglicht es, die verschiedenen Arten zu erkennen und zu unterscheiden. Daneben soll ein  Meldebogen weitere Rückschlüsse über die Verbreitung von Flusskrebsen in Rheinland-Pfalz geben.

Ihr Ansprechpartner zu Flusskrebsen: Herbert Kiewitz

Ihre Ansprechpartner zu Artenschutzprojekten: Ludwig Simon und Herbert Kiewitz