Gemeinsame Hochwasservorhersage von Rheinland-Pfalz und Luxemburg

Das Land Rheinland-Pfalz - unter Federführung des LfU - hat mit Luxemburg eine Vereinbarung über eine einheitliche Hochwasservorhersage für die Grenzflüsse Our, Sauer und Mosel getroffen.

Das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) und das luxemburgische Wasserwirtschaftsamt (Administration de la gestion de l'eau, kurz AGE) haben sich über eine einheitliche Hochwasservorhersage für die Grenzflüsse Our, Sauer und Mosel verständigt. Bisher wurden Hochwasserinformationen, Wasserstände und Hochwasservorhersagen für Hochwasserpegel in diesen Flussabschnitten von beiden Verwaltungen parallel erarbeitet und veröffentlicht. Nach einer technischen Anpassung der jeweiligen Systeme werden beide Seiten künftig Hand in Hand arbeiten. Die Vereinbarung wurde im Rahmen des „Übereinkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, der Regierung der Französischen Republik und der Regierung des Großherzogtums Luxemburg über das Hochwassermeldewesen im Moseleinzugsgebiet“ geschlossen.

„Hochwasser machen nicht vor Grenzen halt. Wir stärken daher mit der engen Zusammenarbeit die länderübergreifende Hochwasservorhersage, um noch besser gerüstet zu sein“, so Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder. „Die Verbesserung des Schutzes unserer Bevölkerung vor Überschwemmungen ist unsere Priorität. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und verbesserte Hochwasservorhersagen tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen“, sagt Joëlle Welfring, Umweltministerin aus Luxemburg.

Vereinbart wurde Folgendes:

    1. Die Vorhersagen für die Pegel an der Our (aktuell Dasbourg und Gemünd) sowie die Pegel Bollendorf und Rosport an der Sauer werden zukünftig von der AGE erstellt und vom LfU unverändert übernommen.
    2. Die Vorhersagen für die Moselpegel Perl (Saarland), Stadtbredimus und Wasserbillig werden zukünftig vom LfU erstellt und von der AGE unverändert übernommen.
    3. AGE und LfU stellen sich gegenseitig auch Berichtskomponenten zur Hochwasserlage an den Grenzgewässern zur Verfügung und übernehmen diese in ihre Hochwasserberichte. Änderungen und Ergänzungen im Hinblick auf lokale Hochwassergefährdungen sind möglich.
    4. Im Rahmen ihres Hochwasservorhersagedienstes stimmen sich AGE und LfU regelmäßig ab und entwickeln gemeinsam die Vorhersagesysteme weiter.

Die notwendigen Systemanpassungen auf rheinland-pfälzischer und auf luxemburgischer Seite erfolgen schrittweise im Laufe der nächsten Monate. Bis zum Abschluss der Anpassungen gelten technische Übergangsregelungen, die einen störungsfreien Betrieb sicherstellen. Weitere Informationen zu den genannten Grenzflüssen sind zu finden unter www.hochwasser.rlp.de bzw. www.inondations.lu.